Black Rabbit Summer

11.07.2012

 

Alter: 14-16 Jahre

Seiten: 576

Autor: Kevin Brooks

Verlag: dtv

Preis: 9.95 €

 

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ploxxo Lesemeinung: "Ein letztes Mal will sich die alte Clique um den 16-jährigen Pete in ihrem Geheimtreff versammeln, bevor sie aufs College oder ins Ausland gehen. Und obwohl Pete an der Sinnhaftigkeit des Treffens zweifelt, geht er dennoch aus Mangel an Alternativen in Begleitung seines besten Freundes Raymond, genannt Rabbit, hin. Als der Abend dann in einer Tragödie endet und sowohl Stella, eines der Mädels aus ihrem früheren Umfeld mit einer zweifelhaften Berühmtheit, als auch Raymond plötzlich verschwinden, steht Pete als Schlüsselfigur mitten im Geschehen. In zahlreichen Verhören muss er der Polizei Rede und Antwort stehen, behält aber immer, entgegen elterlichem Rat, einen Teil der Geschehnisse für sich. Die Gründe dafür sind dem jugendlichen Leser nicht immer verständlich, geben dem Charakter des ruhigen, introvertierten Petes aber einen mysteriösen Hauch, der den Leser fasziniert.

 

Die Handlung des Romans bewegt sich auf zwei Ebenen: Zum einen die Suche nach der vermißten Sarah und zum anderen Petes zweifelnde jugendliche Gedankenwelt, die von Gleichmut, gemischt mit persönlichen Zweifeln, bestimmt ist. Dies ist auch der Grund, warum Pete der Suche nach Sarah eher gleichgültig gegenüber steht, sich aber immer wieder auf eigene Faust, sehr zum Missfallen der Polizei und seiner Eltern, auf die Suche nach Rabbit begibt. Dass für die Polizei und Rabbits Eltern dessen Verschwinden so gar keine Rolle spielt, sich am Ende gar nicht auflöst, verwundert den Leser. Denn offen bleibt die Frage nach dem Grund des Desinteresses, gar ein ungutes Gefühl, dass ein Jugendlicher verschwinden kann, ohne dass eine größere Suchaktion gestartet wird oder sich Verzweiflung bei den Beteiligten breit machen.

Black Rabbit Summer ist kein Roman, der auf schnelle Handlung aus ist, sondern sich vielmehr an der oft konträren und dadurch ebenso verwirrenden Gefühls- und Gedankenwelt von Jugendlichen orientiert. Er spiegelt ihre innere Zweifel, ihre dadurch gefühlte Ausweglosigkeit und ihre oft nicht nachvollziehbaren Handlungen aufs Beste wieder. Mit Pete ist Kevin Brooks ein Charakter gelungen, der diese Zerrissenheit aufs Beste widerspiegelt, es aber auch schafft, seinen Weg zu finden, wenn auch manchmal gegen das elterliche System. Sehr gelungen ist die Frage nach der wahren Freundschaft, denn immer wieder steht auch Pete vor dem Dilemma, vermeintlich gute, weil immer unternehmungslustige Freunde, gegen die stillen, introvertierten wie Rabbit, abzuwägen. Für uns ein Roman, der beim Nachdenken wächst."

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