Das MädchenBuch - Eltern Ratgeber

25.10.2013

 

Elternratgeber

Autor: Elisabeth Raffaug

Verlag: BELTZ

Preis: 17.95 €

 

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Lesemeinung ploxxo Redaktion: "Viele Jahre lang ging es bei den Erziehungsratgebern darum, die Seelen und das Verhalten von Jungs zu verstehen. Heute sind es die Mädchen, auf die das erzieherische Augenmerk gerichtet ist - was sind die Gründe und was bedeutet Mädchensein heute?

 

"Das MädchenBuch" bietet Eltern Blickwinkel auf die Seelen ihrer Töchter, hilft ihnen beim Verständnis und im Umgang mit ihnen und gibt als "Coach" den ein oder anderen wertvollen Tipp, auch zur Reflexion der eigenen Sichtweise und Handlungen, ohne aber "Rezepte" zu liefern. Fachlich versiert, dennoch charmant und mit großem (auch elterlichem) Verständnis, beschreibt die Diplom Psychologin Elisabeth Raffauf das Mädchensein von heute und holt sich dazu immer wieder Meinungen und Stimmen von anderen Therapeuten, Eltern und vor allem auch Mädchen ein.

Mädchen sind verschieden, sie sind: "Weiblich" (Meinung von Clara), "Selbstverliebt" (Lola), "Mädchen zeigen mehr ihre Gefühle und Jungs verstecken die so" (Lars), "Heiß" (Natalie), "Manchmal auch nett" (Julian), ... Den Einstieg in die Thematik findet die Autorin, selbst Mutter einer Tochter, durch die erfrischenden Beiträge von Jungs und Mädchen, die sie zum Thema befragt hat, denn eins ist von Beginn an klar - Mädchen sind total unterschiedlich!

Die Psychologin und Erziehungsberaterin Elisabeth Raffauf geht chronologisch vor in ihrem Elternratgeber, beginnend mit:
- den Vorstellungen von der künftigen Tochter ("Elternträume"),
- über die ersten zwei Jahre ("Sie ist da!") und Themen wie: Urvertrauen, Spracherwerb, Typisch weiblich - typisch männlich, ...
- den Jahren zwei bis sechs ("Rosa oder Hellblau - Kleine Farbenlehre") und Themen wie: der eigene Wille, Papa ist der Beste, Sein (k)ein braves Mädchen, ...

- Sechs bis zwölf Jahre ("Drei Rollen vorwärts") ist eine spannende Zeit, denn hier ändern sich Denkmuster, die körperliche Entwicklung schreitet voran, das soziale Verhalten untereinander spielt eine entscheidende Rolle, Ehrgeiz und Fleiß entwickeln sich (wenn auch bisweilen anders als gewünscht oder gedacht), Persönlichkeiten entstehen, ... und dabei geht es immer wieder um Themen wie Motivation, Stolz, Bewußtsein, Grenzen (und darüber hinaus), Freundschaften, Werte, ...

- Dreizehn bis achtzehn Jahre ("Im Wunderland") ist erstmal ein großer Zeitsprung und so auch die Wirkung auf viele Mädchen im Wandel von "Alice im Wunderland" zur "Königin bei Facebook". Dabei beschreibt die Autorin den Weg den Mädchen zur Erwachsenenwelt gehen, die Abenteuer, die sie erleben müssen, die Angebote unter denen sie auswählen können/müssen, .... aber auch die Rolle rückwärts, die oft in der Pubertät kommt und die bisweilen mit verlorenem Mut und Unsicherheit einhergeht. Mit immer wieder eingeschobenen Beispielen und Gesprächen mit Therapeuten, Eltern, Mädchen stützt sie ihre Beiträge und läßt sie dadurch lebendig und sehr verständig werden. Weitere Themen sind: "Körper trifft Seele", "Mütterrolle", "Väterrolle" (hierzu auch das Interview mit Wolfgang Niedecken von BAP, Vater zweier Töchter), uvm.

- Achtzehn plus steht für "Die Welt erobern" und beschreibt, dass mit dem offiziellen Erwachsenenalter nicht gleichzeitig eine komplett neue Zeitrechnung beginnt, denn nicht automatisch wird der Schalter umgelegt, denn auch "Ausprobieren, Scheitern und sich noch mal rückversichern" gehören nach wie vor zum Erwachsenwerden dazu - auch wenn man bereits volljährig ist.

"Das MädchenBuch für das 21. Jahrhundert" ist ein Elternratgeber, der sich mit einer Vielzahl von Themen in der Entwicklung von Mädchen beschäftigt und ebenso mit stereotypen Vorurteilen aufräumt. Hier geht es nicht darum klare Vorgaben in der Erziehung von Mädchen zu machen, Regeln aufzustellen und den Weg vorzugeben, sondern hilfreich durch die Vielzahl an Beiträgen, Themen, Denkansätze, Beweggründe, .... transparent zu machen. Die immer wieder eingeschobenen "COACH" Ansätze in den Kapiteln fassen zusammen, erklären, geben Hilfestellung, fordern zum Nachdenken auf, ... ohne aber den Anspruch zu haben, die finale Lösung zu bieten.

 

 

 

 

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