Seekers - Die Suche beginnt (1)

05.02.2014

 

Alter: 10-12 Jahre

Seiten: 340

Autor: Erin Hunter

Verlag: BELTZ & Gelberg

Preis: 14.95 €

 

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ploxxo Redaktionstipp: "Wieder einmal ist Erin Hunter, vielen bekannt durch ihre faszinierenden Geschichten der Warrior Cats, ein sagenhaftes Fantasy-Natur Abenteuer gelungen, das einen von der ersten Minute an fasziniert, fesselt, gar mitnimmt auf eine unglaublich spannende und abenteuerliche Reise.

 

Seekers erzählt die Geschichte von 3 Jungbären, jeder auf seine Weise durch einen schlimmen Schicksalsschlag aus seinem bisherigen Leben und seiner Familie gerissen, die sich fortan allein durch die Wildnis schlagen müssen. Auch der Erzählstil von Erin Hunter geht auf den Kampf jedes einzelnen der Tiere ein, denn immer wird ein Kapitel nur aus der Sicht eines Tieres erzählt, bevor es dann - gerne auch mal auf dem Höhepunkt der Spannung - zum nächsten Tier wechselt.

 

Doch jetzt zur Geschichte: Kallik, ein Eisbär Jungtier, lebt wohlbehütet mit ihrem Bruder Taqqiq im nordischen Eis und muss miterleben, wie die wärmende Sonne viel zu früh das Eismeer erreicht, ihre Scholle schmelzen und die Robben, ihre lebenswichtige Nahrung, für sie unerreichbar werden lässt. Der lebensrettende Versuch ihrer Mutter Nisa, die beiden Kinder auf eine andere Scholle zu bringen scheitert bei einem Angriff von Orka Walen - sie wird getötet und Kallik und Taqqiq getrennt. Kalliks verzweifelte Suche nach dem Bruder beginnt.

Der junge Grizzly Toklo ist ein wagemutiger, wenn nicht gar übermütiger Kerl, der mit seiner Mutter Oka und seinem jüngeren Bruder Tobi am Fuße der Berge lebt. Immer wieder zieht es ihn auf die Berge hinauf, doch der schwache Bruder hindert die Bärenfamilie daran. Neue Straßen und eine Eisenbahnlinie begrenzen ihren Lebensraum und bieten kaum mehr Nahrung. Der mühsame Weg in die entfernten Berge scheint der einzige Ausweg. Doch Tobi schafft es nicht und stirbt. Oka kann diesen Schmerz nicht verwinden und verjagt daraufhin ihren starken Sohn. Fortan ist Oka alleine auf sich gestellt.

Lusa, die junge Schwarzbärin, lebt wohlbehütet und genährt, gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern, in einem Zoo und lernt dort die neu angekommene, und halb verhungerte, Bärin Oka kennen. Von ihr erfährt sie von dem grausamen Schicksal um ihre Kinder und ihrer schlimme Tat, den eigenen Sohn - Toklo - verstoßen zu haben. Kurz vor ihrem Tod nimmt sie Lusa das Versprechen ab, Toklo zu finden und ihn um Verzeihung zu bitten: Lusa macht sich auf einen wagemutigen Weg.

Jedes der Tiere hat eine eigene Geschichte zu erzählen - von großem Mut und unbekanntem Abenteuer wird erzählt, aber auch von ihren Ängsten und dem täglichen Kampf um Nahrung und Überleben. Dabei hat das Team rund um Erin Hunter nicht nur mit einem unglaublich großen Wissen über Bären und ihre Besonderheiten aufzuwarten, sondern geht auch den Weg die Ereignisse immer aus der Sicht des jeweiligen Jungtiers zu sehen. Junge Leser ab 10 Jahren werden so auch aus tierischer Sicht mit Themen wie "durch Menschen bedrohter Lebensraum für Tiere " oder "die Auswirkungen des Klimawandels auf die Tierwelt Klimawandel" konfrontiert. Dabei aber nicht politisch anklagend und im Vordergrund stehend, sondern als sehr guter Teil der Geschichte und des Blickwinkels des jeweiligen Jungtiers.

Ein Buch, voller Spannung und Faszination, und einem sehr gelungenen Ansatz über menschliches Handeln und seine Auswirkungen nachzudenken."

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